LG PRADA phone by LG 3.0
Herstellernummer:
LG PRADA phone by LG 3.0
NBB Test: Prada Phone by LG 3.0 P940 – Passion for Fashion
LG und das Modehaus Prada kooperieren bereits zum dritten Mal und bringen mit dem Prada Phone by LG 3.0 erstmals ein Smartphone mit Android Betriebssystem heraus. Bei den Vorgängern handelte es sich um einfache Featurephones mit proprietärem Betriebssystem und schickem Aussehen.
Optik und Haptik
Als modisches Smartphone wurde beim Prada Phone 3.0 Wert auf Optik gelegt: Das 10,9 cm (4,3 Zoll) Display wird von einem glänzenden, anthrazitfarbenen Kunststoffrahmen eingefasst. An der Oberseite befinden sich dezente Aluminiumknöpfe für Standby und Kameraauslöser sowie eine kleine Abdeckung mit Schiebemechanismus, hinter der sich ein Micro-USB-Anschluss verbirgt. Eine 3,5 mm Klinkenbuchse für den Anschluss des beiliegenden Headsets komplettiert die Schnittstellenausstattung des Prada Phone 3.0.
An der linken Geräteseite befinden sich zwei Tasten zur Lautstärkeregelung, die in Kunststoff ausgeführt sind. Das Plastik setzt sich auf der Rückseite fort. Die Rückwand kann es in Haptik und Optik nicht mit polierten oder gebürsteten Aluminiumrückwänden aufnehmen. Der Kunststoff mag auch nicht so recht zum hohen Anspruch an ein Fashion-Smartphone passen, den Prada und LG sich selbst gestellt haben. Daran ändert auch die imitierte Struktur von Saffiano-Leder auf der Oberfläche der Rückwand nichts.
Mit Aluminium käme LG beim Prada Phone 3.0 aber auch nicht besonders weit, denn in der Rückwand ist eine Antenne für Near Field Communication (NFC) eingebaut. Über NFC werden Daten berührungslos auf wenige Zentimeter Entfernung zwischen Mobiltelefonen oder anderen NFC-fähigen Geräten ausgetauscht. Später sollen mit dieser Technik Bezahlvorgänge abgewickelt werden. Durch eine Aluminiumrückwand könnten die hochfrequenten NFC-Funkwellen jedoch nicht durchdringen.
Auch das moderate Gewicht von 139 g ließe sich mit einer Rückwand aus Aluminium nicht realisieren. Schließlich ist das Smartphone bei einer Größe von 128 x 69 mm nicht gerade kompakt. Wer kleine Hände besitzt, muss sich deshalb bei längeren Telefonaten auf Probleme beim Halten des Smartphones gefasst machen. Mit der geringen Bauhöhe von 8,5 mm trägt es in der Hosen- oder Handtasche aber nicht dick auf.
Knapper Speicher
Die Rückwand lässt sich nur mit spitzen Fingernägeln abhebeln. Einen speziellen Schiebe-Druck-Mechanismus zum Entfernen des Deckels gibt es nicht. Der Blick in das Innere des Prada Phone 3.0 offenbart Platz für eine Mini-SIM und einen austauschbaren 1540 mAh Akku. Außerdem ist ein Micro-SD-Kartenslot vorhanden, der allerdings von außen nicht bestückt werden kann, sodass zum Speicherkartenwechsel immer erst die Rückwand abgenommen werden muss. Der Slot unterstützt Karten bis zu 32 GB.
Die Aufstockung des Speichers von 8 GB ist beim Prada Phone dringend nötig, denn rund 3 GB belegt allein das Android 2.3.7 Gingerbread Betriebssystem. Somit stehen lediglich 5 GB für Nutzerdaten zur Verfügung, die sich schnell mit Apps, MP3s und Dokumenten füllen. Möchte man sich die Anschaffung einer Speicherkarte sparen, dann greift man auf einen Cloud-Speicher wie Dropbox oder Microsoft SkyDrive zurück. Musik und Videos lassen sich von dort über eine mobile Datenverbindung oder über Wi-Fi auf das Prada Phone streamen.
Schwarz-weiß
Die Menüoptik des Prada Phone 3.0 präsentiert sich komplett in Schwarz und Weiß inklusive Programmicons. Sogar einige Widgets, Anwendungsprogramme für die Darstellung von Informationen oder den Schnellzugriff auf einzelne Funktionen über den Homescreen, wurden von LG optisch angepasst. Das wirkt zwar elegant, in der Praxis ist die monochrome Darstellung aber unübersichtlich. Denn Farben vereinfachen das Unterscheiden und Erfassen von Icons. Beim Prada Phone mit den schwarz-weißen Strichgrafiken fällt das deutlich schwerer. Hier gehen Programm-Icons, Icons für Telefon, Kontakte, Nachrichten und Anwendungen und die ebenfalls weißen Symbole der Sensortasten zur Menüsteuerung ohne deutlich sichtbare Abgrenzung ineinander über.
Icons neu installierter Apps sind bunt und passen dann nicht zur übrigen Optik. LG bietet deshalb die Möglichkeit, diese Icons gegen eine schwarz-weiße Variante auszutauschen. Dazu hält man den Finger etwas länger auf ein Icon bis ein kleines Pinselsymbol an der rechten oberen Ecke des Icons erscheint. Ein erneuter Druck öffnet eine Auswahl an monochromen Piktogrammen. Die Auswahl ist allerdings begrenzt, sodass nicht für jeden Einsatzzweck ein passendes Symbol zur Verfügung steht.
Leuchtstarkes Display
LG verwendet im Prada Phone 3.0 ein 10,9 cm (4,3 Zoll) großes Display mit einer Auflösung von 480 x 800 Bildpunkten. Die Kontraste des TFT-Displays sind ordentlich, können aber nicht mit denen eines AMOLED-Displays mithalten. Der Displayschutz aus Gorillaglas ist nicht besonders fettabweisend, sodass Fingerabdrücke deutlich sichtbar sind. Außerdem spiegelt die Gorillaglasabdeckung, die vor Stößen und leichten Kratzern schützt, sehr stark. Die leuchtstarke LED-Hintergrundbeleuchtung des Displays kann diese Spiegelungen nicht komplett überstrahlen. In hellen Umgebungen sind die Inhalte deshalb schwierig abzulesen.
Die unterhalb des Displays liegenden Sensortasten sind standardmäßig unbeleuchtet. Man muss sie erst berühren, damit die einzelnen Funktionstasten sichtbar werden. Erst danach kann man mit einem erneuten Tastendruck die gewünschte Funktion auslösen. Das ist sehr umständlich und zeitraubend. Bei unserem Testgerät waren die Tasten außerdem ungleichmäßig beleuchtet.
Performance
Abgesehen vom mageren Speicher, ist das Prada Phone zeitgemäß ausgestattet: Es wird von einem 1 GHz Dual-Core OMAP-4430 Prozessor von Texas Instruments angetrieben und verfügt über eine integrierte PowerVR SGX540 Grafik. Der Arbeitsspeicher umfasst 1 GB. Mit dieser Hardware-Ausstattung reagiert das Prada Phone flott auf Nutzereingaben. Lediglich bei Seitenwechseln und beim Scrollen treten Verzögerungen und kleine Ruckler auf. Damit unterscheidet sich das Prada Phone nicht von Smartphones mit Android Betriebssystem anderer Hersteller, die bei gleicher Ausstattung ebenfalls mit diesen Problemen zu kämpfen haben.
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Benchmarkergebnisse |
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Prada Phone by LG 3.0 |
Samsung Galaxy S2 |
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Quadrant |
2668 |
3128 |
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Linpack (Single Thread) |
43,4 MFlops |
45,8 MFlops |
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Linpack (Multi Thread) |
65,9 MFlops |
80,6 MFlops |
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Nenamark 1 |
57,1 fps |
59,8 fps |
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Nenamark 2 |
32,6 fps |
45,8 fps |
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Vellamo |
834 |
603 |
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Sunspider 0.91 |
3580,0 ms |
3336,5 ms |
Standardapplikationen starten zügig. Grafiklastige Spiele laufen flüssig, brauchen allerdings einige Sekunden bis sie einsatzbereit sind. Beim Abspielen von Videos in HD- und Full-HD-Auflösung treten zwischendurch kleine Hänger auf. Insgesamt ist die Performance des LG Prada Phones ordentlich, kann aber nicht mit Top-Smartphones ähnlicher Ausstattung mithalten. Das spiegelt sich beispielsweise in den Benchmark-Ergebnissen im Vergleich zum Samsung Galaxy S2 wieder.
Mobiler Datenfunk und Wi-Fi
Deutlich performanter geht es mit dem Prada Phone im Internet zu. Der integrierte UMTS-Datenfunk des Prada Phones arbeitet mit dem Datenbeschleuniger HSPA+. In entsprechend ausgebauten Funkzellen sind damit Datenraten von maximal 21,6 MBit/s möglich. WLAN-n wird mit einer Datenrate von maximal 54 MBit/s unterstützt. Im Zusammenspiel mit dem Android Webbrowser ergibt sich ein schneller Webseitenaufbau und insgesamt ein gutes Surferlebnis.
Hochauflösende Kamera
Fotoaufnahmen gelingen mit der 8-Megapixel-Kamera auf der Rückseite in guter Qualität. Die Farben wirken natürlich, fallen aber etwas blass aus. Der Autofokus reagiert träge und nicht immer zuverlässig. Objekte müssen gegebenenfalls erneut fokussiert werden. Bis die Kamera einsatzbereit ist und das nächste Foto geschossen werden kann, dauert es etwa 3 Sekunden. Den Auslöseknopf hat LG ungewöhnlich positioniert. Beim Fotografieren im Querformat liegt der Button an der linken unteren Seite, im Hochformat oben links. Da man den Button normalerweise oben rechts erwartet, muss man sich erst umgewöhnen, um verwackelungsfreie Aufnahmen anzufertigen.
Videoaufzeichnungen erfolgen in Full-HD-Auflösung 1080p. Die Farben fallen bei der Videoaufzeichnung genau wie bei Fotoaufnahmen blass aus. Die Fokussierung erfolgt lediglich bei Aufnahmebeginn. Während der Aufnahme fokussiert die Kamera bei Bildwechseln von entfernten auf nahe Objekte nicht neu, sodass Unschärfen auftreten. Zoomen ist während der Aufzeichnung nicht möglich. Der aufgezeichnete Ton ist blechern.
Die 1,3-Megapixel-Kamera auf der Frontseite ist für Videochat und Selbstportraits geeignet. Die Qualität der Kamera reicht für Videochats aus. Fotos sollte man besser mit der hochauflösenden Kamera auf der Rückseite anfertigen.
Soundeigenschaften
Die Soundqualität ist mit dem mitgelieferten In-Ear-Headset weitgehend ausgewogen. Höhen und Mitten sind vorhanden und selbst Bässe sind in Ansätzen wahrnehmbar. Mit dem Apple Headset, das bei Smartphone-Tests von notebooksbilliger.de als Referenz dient, ergibt sich ein anderes Bild: Bässe fehlen ganz, Mitten und Höhen sind zwar vorhanden, aber es fehlen Frequenzen im oberen Bereich. Die Ausgabe der Audiosignale des Prada Phone ist also nicht optimal. Hier holt der beigelegte Kopfhörer einiges raus. Die Lautstärke könnte bei beiden Headsets lauter sein. Dafür treten bei maximaler Lautstärke keine Verzerrungen auf.
Sprachqualität
Als Quadband-Smartphone kann das Prada Phone weltweit in fast allen Mobilfunknetzen eingesetzt werden. Dabei liefert es bei Telefonaten in D- und E-Netzen eine gute Akustik. Sprache wird klar und deutlich übertragen. Das gilt auch bei Telefonaten in Fremdnetze und zu Festnetzanschlüssen. Störungen traten während des Tests keine auf. Die Lautstärke konnte überzeugen, denn es waren genügend Reserven vorhanden, um auch bei lauten Umgebungsgeräuschen den Gesprächspartner gut zu verstehen.
Akkuleistung und Ausdauer
Die Akkulaufzeit ist beim Prada Phone in Ordnung: Bei Telefongesprächen im D-Netz war nach 4:48 Stunden Schluss. Beim Abspielen von Videos ermittelten wir eine Akkulaufzeit von 5:23 Stunden. Das reicht für das Abspielen von etwa drei Spielfilmen. Beim Surfen über WLAN kamen wir immerhin auf knapp 4 Stunden. Im Mix hält das Prada Phone 3.0 in etwa einen Arbeitstag durch und ist nach etwa zweieinhalb Stunden wieder geladen.
Fazit der NBB Redaktion
Schick und leistungsfähig soll das Prada Phone 3.0 by LG sein. Lässt man mal die Plastikrückwand außer Acht, dann hinterlässt das Prada Phone optisch einen guten Eindruck. Ob die Plastikrückwand für ein Fashion Phone ausreicht, muss jeder für sich selbst entscheiden.
Technisch ist LGs Smartphone mit Dual-Core Prozessor, schnellem HSPA+ Datenfunk und NFC gut gerüstet und auch die Sprachqualität bei Telefonaten überzeugt. Lediglich das spiegelnde Display und der geringe Speicher trüben das Gesamtbild.
Hinweis: Der Test wurde mit einem Prada Phone by LG 3.0 P940 durchgeführt. Das Testergebnis spiegelt in den Teilen, in denen keine Messwerte ermittelt werden konnten, die subjektive Meinung der Redaktion wieder. Alle ermittelten Werte beziehen sich auf das getestete Gerät, sind nicht auf alle Geräte der gleichen Serie oder mit anderer Ausstattung übertragbar und sind daher keine zugesicherten Eigenschaften.
Fotos: LG, NBB
Das Prada Phone by LG 3.0 zeichnet sich durch folgende spezifische Eigenschaften aus:
- Prozessor: OMAP 4430 Prozessor, 1,0 GHz (Dual Core)
- Grafikprozessor: PowerVR SGX540 (integriert)
- Display: 10,9 cm (4,3 Zoll) WVGA-TFT-Touchscreen mit 480 x 800 Pixel
- Speicher: 8 GB
- Speichererweiterung auf bis zu 32 GB mit optionaler Mikro-SD-Karte
- Betriebssystem: Android 2.3.7 Gingerbread
- Kameras: 1,3 Megapixel (vorne); 8,0 Megapixel (hinten)
- Videoaufzeichnung: 1080p
- Abmessungen: 127,5 x 69 x 8,5 mm
- Gewicht: 135 g
- Band: Quad-Band, W-CDMA
- UMTS (HSUPA, HSPA+)
- Standby: bis zu 330 Stunden (3G)
- Telefonie: bis zu 5 Stunden (3G)
- WiFi: IEEE 802.11 a/b/g/n
- NFC
- GPS mit Bing Maps
- UKW-Radio mit RDS
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Passendes Zubehör zu diesem LG Prada phone by LG 3.0
Schützen Sie Ihr Smartphone - Pedea Handytasche "Select" Größe S
Damit das Display lange schön bleibt - Displex Schutzfolie Protector Premium
Telefonieren Sie kabellos - LG Bluetooth Headset HBM570
Zweitkabel fürs Büro - USB 2.0 Kabel A Stecker - Micro USB B Stecker 1,80m
| Hardware | ||
| Prozessor | Dual Core | |
| Taktfrequenz | 1,0 GHz | |
| Handyform | ||
| Barren-Handy | ||
| Handy-Lieferumfang | ||
| Akku | ![]() | |
| Handbuch | ![]() | |
| Ladekabel | ![]() | |
| Unterstützte Netze | ||
| Netzstandard | Quadband | |
| Quad-Band | 850/900/1800/1900 | |
| UMTS | Datendienste | |
| Digitalkamera | ||
| Megapixel | 8 MP | |
| Videofunktion | ![]() | |
| Videoauflösung | Full HD (1080p) mit 30fps | |
| Verbindungsmöglichkeiten | ||
| 3,5mm Audio-Klinke | ![]() | |
| Bluetooth | ![]() | |
| Outlook-Sync | ![]() | |
| USB | micro Usb | |
| W-LAN | ![]() | |
| Handy-Display | ||
| Displaygröße | 10,9 (4,3") | |
| Pixel-Auflösung | 800x480 | |
| Touchscreen | ![]() | |
| Multimediafunktionen | ||
| E-Mail-Client | ![]() | |
| MMS | ![]() | |
| Musikplayer | ![]() | |
| Radio | ![]() | |
| SMS | ![]() | |
| Videoplayer | ![]() | |
| Speicher | ||
| Erweiterung bis zu | 2000 MB | |
| interner Speicher | 64 MB | |
| Kartenformat | microSD | |
| Kurzwahlspeicher | ![]() | |
| Datenübertragung | ||
| Bluetooth | ![]() | |
| EDGE | ![]() | |
| GPRS | ![]() | |
| HSDPA | ![]() | |
| Outlook Sync. | ![]() | |
| weitere Handyfunktionen | ||
| Betriebssystem | Android 2.3 LG NOVA Display mit 800 cd/m² // Rückseite mit Saffiano-Dekor // Benutzeroberfläche im PRADA Look | |
| Vibrafunktion | ![]() | |
| Abmessungen | ||
| Abmessung | 127,5 x 69 x 8,5 (L x B x H in mm) mm | |




























